Hamsterkiste Lerngeschichte "Schaurig ist's, übers Moor zu gehen"

Moorkaten - Bild: Bentheimer Jahrbuch 1958

6 Die ersten Siedler im Moor

Das Leben der ersten Siedler im Moor war hart. Die Arbeit war schwer und anstrengend. Fast alles musste in Handarbeit erledigt werden. Pferde oder gar Maschinen wären im feuchten Untergrund versunken. Außerdem waren die ersten Siedler so arm, dass sie sich Pferde oder Maschinen nicht  leisten konnten.

500 Tage waren erforderlich, um 1 Hektar Moor  (10.000 Quadratmeter) in Ackerland zu verwandeln. Die Menschen lebten früher in Moorkaten. Die Wände dieser Häuschen wurden aus Torfstücken  aufgeschichtet, die Dächer bestanden aus Gräsern  und Plaggen.

Bild: Bentheimer Jahrbuch 1958

Alles, was die Menschen zum Leben brauchten, mussten sie selbst herstellen. Da wichtigste Haustier war das Schaf. Es gab Wolle, etwas Milch und Fleisch. Wichtige Nahrungsmittel waren außerdem Buchweizen und Honig. Wenn es im Frühjahr jedoch zu kalt war, erfroren die  Buchweizenpflanzen und die Bienen sammelten keinen Honig. Dann mussten die Menschen im nächsten Winter hungern.

Bild: Walther Firle: „Der Tag ist vorüber“ (Sitzender Torfstecher nach getaner Arbeit)

Man sagte: Das Moor bringt "dem ersten den Tod, dem zweiten die Not und dem dritten das Brot."

Das solltest du herausfinden:

10. Welches waren die wichtigsten Nahrungsmittel für die Moorbauern?

11. Was bedeutet der Satz: "Den ersten der Tod, den zweiten die Not, den dritten das Brot!"?