Vom Feldberg hat man einen weiten Blick über den Schwarzwald

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Dem Feldberg ging es so wie einem dicken Mann, der bereits mehrmals heftig an Gewicht verlor und dann doch wieder zunahm. Bei Gebirgen hat das natürlich nichts mit dem Essen zu tun, sondern mit den ungeheuren Kräften, die in der Erdkruste wirken.

Die führen nämlich dazu, dass Berge empor gehoben und in sehr langer Zeit wieder abgetragen werden. Dort, wo sich heute der Feldberg befindet, soll schon dreimal ein Berg entstanden sein. Dafür waren allerdings etwa 1 Milliarde Jahre nötig. Der heutige Feldberg bildete sich vor etwa 65 Millionen Jahren in einer Zeit, die man Tertiär nennt. Damals endete gerade die Zeit der Saurier.

Der Feldsee am Feldberg entstand durch Gletscher der Eiszeit

Vom Feldberg aus hat man einen weiten Blick über den Schwarzwald. Er ist 1493 m hoch und damit der zweithöchste Berg in Deutschland. Er liegt südöstlich der Stadt Freiburg und ist von weiteren hohen Bergen umgeben. Dazu gehören zum Beispiel der Seebuck und der Baldenweger Buck, die fast genauso hoch sind wie der Feldberg und meistens mit ihm zusammen als ein Berg angesehen werden.

Auf dem Feldberg ist es deutlich kälter als in tieferen Lagen. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 3,3 ° C. In der Stadt Freiburg, die etwa 1200 m tiefer liegt, ist es hingegen im Durchschnitt 11,4 ° C warm.

Audf dem Feldberg gibt es nur wenige Bäume, weil man hier früher Rinder weiden ließ

Wegen der niedrigen Temperaturen schneit es auf dem Feldberg oft, so dass er an etwa 150 Tagen im Jahr von einer geschlossenen Schneedecke bedeckt ist. Trotzdem scheint auf dem Feldberg oft die Sonne. Man hat ausgerechnet, dass hier an 1700 Stunden pro Jahr die Sonne vom Himmel lacht. Damit ist der Feldberg eine der sonnenreichsten Gegenden nördlich der Alpen.

Auf dem Feldberg haben sich viele seltene Tier- und Pflanzenarten angesiedelt.

Der Name des Berges leitet sich von dem alten Wort "Velt" ab. Es bezeichnet eine größere, unbewaldete Fläche. Das Fehlen von Bäumen ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass man früher Rinder zum Weiden auf den Feldberg trieb. Die Tiere fraßen die jungen Bäume und Sträucher ab und so konnte hier kein Wald wachsen.

Dafür siedelten sich jedoch viele seltene Tiere und Pflanzenarten an, die auf den mageren Flächen gut gedeihen. - Bilder: Hamsterkiste