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In der alten Stadt Säckingen, die sich heute Bad Säckingen nennt, soll es einmal einen jungen Mann namens Franz Werner Kirchhofer gegeben haben. Er hatte sich in das Mädchen Ursula verliebt. Leider war dieses Mädchen von adliger Geburt und nach den Regeln, die damals galten, war somit eine Heirat der beiden ausgeschlossen.

Daraufhin zog Franz Werner nach Rom. Der Papst ernannte ihn zu einem Grafen. Nun war er auch adlig, kehrte zurück und konnte nun endlich seine Ursula heiraten. Sie bekamen fünf Kinder und wurden zu einer angesehenen Familie.

Stadtführer treten gern als Trompeter von Säckingen auf

Wahrscheinlich ist an dieser Geschichte einiges erfunden, aber der Dichter Victor von Scheffel schrieb vor 170 Jahren darüber ein Buch mit dem Titel "Der Trompeter von Säckingen". Dieses Buch wurde viel gelesen und der Name der Stadt verbreitete sich in Deutschland und in anderen Ländern.

Aber in Säckingen gibt es natürlich noch mehr als diese schöne Geschichte. Man kann zum Beispiel das Schloss Schönau und das Fridolinsmünster besichtigen. Diese große Kirche erinnert an den Heiligen Fridolin, der ein Kloster gründete, in dessen Nähe der Ort Säckingen entstand. Zur Stadtmauer gehört der bekannte runde Diebsturm und dann gibt es auch noch eine besondere Brücke.

Der Rhein ist in Säckingen etwa 200 m breit

Säckingen liegt nämlich am Rhein, der hier die Grenze zur Schweiz bildet. Auf der anderen Rheinseite liegt die schweizerische Stadt Stein. Der Fluss ist hier schon etwa 200 m breit. Um beide Orte zu verbinden, bauten die Menschen wohl schon vor 1000 Jahren eine Brücke. Ein altes Schriftstück aus dem Jahr 1272 erwähnt eine hölzerne Brücke, die auf 12 Pfeilern stand, die alle aus Holz gemacht waren.

Die Brücke im Jahr 1663

Diese Brücke wurde mehrfach zerstört, mal in einem Krieg, mal durch ein Hochwasser des Rheins. Bevor sie immer wieder aufgebaut wurde, konnten die Menschen oft viele Jahre lang nur mit einer Fähre an das andere Ufer gelangen. Irgendwann wurden die hölzernen durch gemauerte Pfeiler ersetzt.

Heute steht die Brücke auf sechs Pfeilern aus Beton

Die heutige hölzerne Brücke von Bad Säckingen entstand vor etwa 300 Jahren. Auch sie wurde mehrfach renoviert. Heute steht sie auf sechs Pfeilern aus Beton.

Bis 1979 fuhren Autos und Lastwagen über diese Brücke

Aber immer noch besteht der obere Teil der Brücke aus Holz. Bis 1979 fuhren sogar Autos und Lastwagen darüber. Heute wird sie nur noch von Radfahrern und Fußgängern benutzt. Sie ist ungefähr 204 Meter lang und damit die längste überdachte Holzbrücke in Europa.