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Hamsterkisteprüfung

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Seinen Namen verdankt der Schwarzwald den Römern, die vor 2000 Jahren in das Gebiet der Germanen vordrangen. Die Wälder in den Bergen und Tälern des Schwarzwaldes erschienen ihnen besonders undurchdringlich und dunkel. Sie nannten ihn "Silva nigra". Das ist lateinisch und bedeutet „schwarzer Wald“.

Die Ausdehnung des Schwarzwaldes

Der Schwarzwald liegt im Südwesten Deutschlands im Bundesland Baden-Württemberg. Das Gebiet ist ungefähr 160 km lang und 30 bis 60 km breit, hat jedoch keine festen Grenzen. Der Schwarzwald wird im Westen durch die Oberrheinische Tiefebene begrenzt, die der Rhein geformt hat. Man unterscheidet zwischen Nord-, Mittel- und Südschwarzwald.

Die größten Städte im Schwarzwald sind Baden-Baden, Calw, Freudenstadt, Pforzheim, Villingen-Schwenningen, Freiburg, Titisee-Neustadt und Waldshut-Tiengen.

Freiburg ist die größte Stadt im Schwarzwald

Im Schwarzwald gibt es etwa 60 Berge, die höher als 1000 Meter sind. Im Südschwarzwald finden wir die höchsten Erhebungen: Der Feldberg ist 1493 Meter, der Belchen 1414 Meter und das Herzogenhorn 1415 Meter hoch. Die Hornisgrinde im Nordschwarzwald erreicht eine Höhe von 1164 Metern. Gebirgszüge wie den Schwarzwald rechnen wir zu den Mittelgebirgen.

Im Schwarzwald entspringen Breg und Brigach, die beiden Quellflüsse der Donau. Die Wutach bildet eine der schönsten Flusslandschaften Deutschlands. Andere Flüsse des Schwarzwaldes sind unter anderem Neckar, Dreisam, Elz, Kinzig, die Murg und Wehra.

Der Albsee in der Nähe von Sankt Blasien gehört zu den kleineren Seen im Schwarzwald

Der größte See des Schwarzwaldes ist der Titisee. In seiner Nähe finden wir den Schluchsee, der künstlich zu seiner heutigen Größe aufgestaut wurde. Am Fuße der Feldberges liegt der Feldsee.

Im Schwarzwald gibt es etwa 100 Wasserfälle. Die "Triberger Wasserfälle" gehören mit 163 m Fallhöhe zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands. Mit lautem Getöse stürzt der Todtnauer Wasserfall 97 m in die Tiefe.

Der Schwarzwald ist heute Deutschlands größtes Waldgebiet. Das war nicht immer so. Vor ungefähr 150 Jahren waren weite Teile des Schwarzwaldes abgeholzt. Damals lebten die Menschen vor allem von der Land- und Waldwirtschaft.

Die Holzwirtschaft spielt im Schwarzwald immer noch eine bedeutende Rolle

Sie fällten viele Bäume und verkauften das Holz in die Niederlande und das Ruhrgebiet. Das Holz der Wälder wird auch heute noch genutzt, aber man achtet darauf, dass genügend Bäume nachwachsen. Man hat erkannt, wie wichtig Wälder für die Umwelt sind. Viele Menschen finden hier Ruhe und Erholung in schöner, waldreicher Natur. 

Die Besucher des Schwarzwaldes schätzen besonders die waldreiche Natur
Bilder: Hamsterkiste (5), Karte: Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)