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Hackesche Höfe

Früher bestanden viele Häuser in Berlin aus einem Vorderhaus und mehreren Hinterhäusern. Diese Häuser wurden um Höfe herum errichtet, damit auch die hinteren Zimmer der Wohnungen mit Tageslicht versorgt waren. Die Höfe waren durch einen Durchgang miteinander verbunden.  In den vorderen Häusern wohnten meistens vornehme und reiche Leute oder sie wurden als Mietshäuser errichtet. In den Hinterhäusern gab es Fabriken und Werkstätten sowie manchmal auch Wohnungen mit einer sehr einfachen Ausstattung.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für diese Bauweise sind die Hackeschen Höfe. Sie wurden ursprünglich 1905 bis 1907 erbaut. Zu der Anlage gehörte ein Festsaal und es gab Platz für etwa 40 Handwerksbetriebe. Die rund 80 Wohnungen waren für die damalige Zeit sehr modern, sie hatten vielfach Balkone und durchweg Bäder, Innentoiletten und Zentralheizung.

Ursprünglich standen in diesem Gebiet Scheunen für Heu und Stroh. Der Kurfürst hatte befohlen, alle diese Scheunen außerhalb der Stadtmauern anzulegen, um die Brandgefahr in der Stadt zu verringern. Wegen dieser Entwicklung hat sich für einen Teil dieses Gebiets der Name "Scheunenviertel" bis auf den heutigen Tag erhalten.

Vor einigen Jahren hat man die Hackeschen Höfe sehr aufwändig restauriert. Insgesamt 8 Hinterhöfe gehen hier ineinander über. Man findet sie in der Nähe des Platzes Hackescher Markt.

 

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