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Die Bundesländer

Als in Deutschland noch Kaiser und Könige regierten, nannte man den Staat "Deutsches Reich". Dieser Staat war eine "Monarchie". Dieses Wort bedeutet "Alleinherrschaft". Damals hatten nämlich nur wenige Leute wirklich etwas zu sagen.

Heute heißt unser Staat "Bundesrepublik Deutschland". Das Wort "Republik" kommt aus der lateinischen Sprache: Dort bedeutet "res publica" die "Sache des Volkes". Unter einer "Republik" versteht man demnach einen Staat, in dem die Menschen mitbestimmen, was in diesem Staat geschieht.

Außerdem kommt in dem Namen unseres Staates noch das Wort "Bund" vor. In Deutschland gibt es nämlich 16 Länder, die sich zu einem Bund zusammengeschlossen haben. Diese Länder nennen wir Bundesländer.  

Die Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland - Karte: Kartenwerkstatt / CC BY-SA 3.0 (Bearbeitung Hamsterkiste)

Sie heißen Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg,  Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

In Nordrhein-Westfalen leben etwa 17,5 Millionen Menschen. Es ist damit das größte Bundesland. Bremen hat etwas weniger als 550.000 Einwohner, es ist kleiner als alle anderen. Die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen gehörten früher zur DDR. Sie wurden erst nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 neu gebildet.

Die Bundesländer sind für die Schulen und die Polizei zuständig - Bild: Pixabay/PD

Den Ländern ist es vorbehalten, das Schulwesen zu regeln. Deshalb gibt es zum Beispiel Bundesländer, in denen dauert die Grundschule 6 Jahre, in anderen nur 4 Jahre. Die Länder sind zum Beispiel auch für die Verkehrspolizei, die Landesstraßen, die Gerichte und die Gefängnisse zuständig.

Diese Dinge werden in Gesetzen geregelt, die nur in dem jeweiligen Bundesland gelten. Über die Landesgesetze entscheiden die Abgeordneten, die von den Bürgerinnen und Bürgern eines Landes gewählt sind. Die Versammlung dieser Abgeordneten nennt man in den meisten Bundesländern Landtage. Es gibt in jedem Bundesland auch eine Landesregierung. Der Chef dieser Landesregierung ist ein Ministerpräsident oder eine Ministerpräsidentin.

 In diesem Gebäude in Berlin treffen sich die Vertreter der Bundesländer, die den Bundesrat bilden - Bild: Hamsterkiste

Doch auch bei Gesetzen und Angelegenheiten, die den ganzen Staat betreffen, reden die Länder mit. Dazu gibt es den Bundesrat. In diesen Bundesrat entsendet jedes Bundesland mindestens 3 Vertreter, höchstens jedoch 6. Insgesamt gibt es im Bundesrat 69 Stimmen.

Der Bundesrat trifft sich regelmäßig in Berlin in einem Gebäude, das 1904 als "Preußisches Herrenhaus" erbaut wurde.

 

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