Hamsterkiste Lerngeschichte "An der Nordsee"

Kupferstich "Deichbruch" von Winterstein 1661

8 Deiche schützen das Festland

Manchmal gibt es an der Nordsee schwere Stürme. Der starke Wind weht dabei meistens von Westen und drückt viel Wasser in die Nordsee. Wenn dann gleichzeitig Flut herrscht, steigt das Wasser an der Küste sehr hoch. 

Früher wurden durch Sturmfluten oft große Teile des Festlandes vom Meer überspült und weggerissen. Die Menschen an den Küsten mussten mühsam lernen, sich gegen die Gewalten des Wassers zu schützen.  Besonders wichtig war und ist die Anlage und Pflege von Deichen.

 Deich am Dollart in der Nähe von Emden - Bild: Hamsterkiste

Ein Deich ist ein Schutzwall entlang der Küste des Festlandes. Er ist nicht sehr hoch, er wird jedoch sehr breit aufgebaut, damit die Wellen an Kraft verlieren. Zur Seeseite besteht der Deich aus einer Befestigung aus Steinen und einer flachen Außenböschung. Die Innenböschung zur Landseite ist steiler. Zu beiden Seiten verlaufen Fahrwege.

Die Deiche mussten im Laufe der Jahrhunderte immer höher gebaut werden. Sie sind heute am Fuß ungefähr 100 m breit. Die Deichkrone liegt etwa 8 m über dem mittleren Hochwasserstand.

Wichtig ist, dass der Deich sehr fest ist. Schafe leisten dabei hervorragende Arbeit. Mit ihren Füßen treten sie das Erdreich fest. Gleichzeitig weiden sie das Gras ab, dessen Wurzeln den Deich zusätzlich stabilisieren.

Oft baut man auch Barrieren aus Pfählen in das  Wattenmeer hinein. Zwischen diesen Barrieren lagert sich Schlick ab. So wird der Boden erhöht und die Wellen haben nicht so viele Angriffsflächen. Solche Barrieren nennt man Lahnungen. 

Lahnung im Wattenmeer bei Morssum/Sylt - Bild: Andreas S. / CC BY-SA 3.0

Das solltest du herausfinden:

22. Wodurch versuchen Menschen, sich gegen die Gewalten des Meeres zu schützen?

23. Was sind Lahnungen?