Der Dom ist ein Wahrzeichen der Stadt Köln - Bild: Hamsterkiste

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Dieser Dom gehört zu den größten Kirchen der Welt. Sein Bau begann im August 1248. Doch erst 632 Jahre später, im Oktober 1880, feierte man seine Fertigstellung. Der Hohe Dom zu Köln sollte eine würdige Stätte sein, um darin die Reliquien der Heiligen Drei Könige aufzubewahren. Diese Könige sollen vor 2000 Jahren einem Stern gefolgt sein, der sie zu dem neu geborenen Kind Jesus führte. Die Bibel erzählt, dass sie kamen, um ihm zu huldigen.

Portale des Kölner Doms - Bild: Hamsterkiste

Nach ihrem Tode sollen einige Überreste von ihnen erhalten geblieben sein. Solche Überreste nennt man Reliquien. Im Mittelalter hofften die Menschen, sie würden von allerlei Krankheiten geheilt, wenn sie solche Reliquien aufsuchten und in ihrer Nähe beteten. Viele Pilger kamen auch, weil ihnen die Priester einen Ablass versprachen. Damit ist ein Nachlass der Strafen gemeint, die sie nach ihrem Tode im Jenseits für ihre Sünden erwarteten.

Die Überreste der Heiligen Drei Könige wurden besonders verehrt. Für die Stadt Köln war das ein gutes Geschäft, denn die vielen Menschen brachten Geld in die Stadt. Ein prächtiger Dom sollte noch mehr Pilger anziehen.

Der Dreikönigsschrein im Kölner Dom - Bild: Arminia (CC BY-SA 3.0)

Der Bau dauerte lange und war sehr teuer. Bezahlt wurde er vor allem von den Spenden der Pilger. Der neue Dom wuchs nach und nach in die Höhe. 1389 konnte man in ihm schon eine erste Messe feiern und auch ein Turm mit einer Höhe von 57 Metern wurde fertig. Doch etwa ab dem Jahr 1530 ging es nicht mehr weiter: Es fehlte am nötigen Geld.

Figurengruppe über einer der Portaltüren - Bild: Hamsterkiste

Wenige Jahre vorher hatte Martin Luther Reformen für die katholische Kirche gefordert. Er hatte vor allem den Handel mit Ablässen kritisiert. Es kam zu einer Spaltung der Christenheit. Viele Menschen glaubten nicht mehr an die Kraft von Reliquien und immer weniger Pilger kamen nach Köln. Ungefähr 300 Jahre lang wurde am Dom nicht weiter gebaut. Im 19. Jahrhundert beschloss man, das Gotteshaus doch fertig zu stellen. Nun hatte man bessere technische Möglichkeiten und konnte zum Beispiel stabile Eisenträger für die Dachkonstruktionen benutzen. Doch es dauerte noch einmal knapp 40 Jahre, bis das Ziel erreicht war.

Am Kölner Dom wird auch heute noch täglich gearbeitet, um ihn zu erhalten - Bild: Hamsterkiste

Der Kölner Dom steht heute 250 m vom Rhein entfernt auf einem 17 m hohen Hügel. Er ist 157 m hoch und in seinem Inneren hätte ein 15 Stockwerke hohes Gebäude Platz. Er ist umgeben von der Domplatte, in seiner Nähe findet man den Hauptbahnhof und die Hohenzollernbrücke. Jährlich kommen ungefähr 6 Millionen Besucher. Der kunstvoll geformte Schrein mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige steht direkt hinter dem Altar. Dieser so genannte Dreikönigsschrein ist 2,20 Meter lang, 1,10 Meter breit und 1,53 Meterhoch. Er ist mit 74 Figuren besetzt und mit über 1000 Edelsteinen und Perlen verziert. Goldschmiede brauchten einst 40 Jahre, bis sie dieses Werk geschaffen hatten.

Der Hochaltar im Kölner Dom - Bild: Hamsterkiste

Auch heute noch wird täglich am Dom gebaut. Die Arbeiten dienen vor allem dazu, dieses einmalige Bauwerk zu bewahren. Immer wieder müssen Schäden ausgebessert werden. Manche Steine und Figuren sind als Folge der starken Luftverschmutzung beschädigt und müssen ersetzt werden. Jedes Jahr kostet es über 10 Millionen Euro, den Dom zu erhalten.

Ein kunstvolles Mosaik im Kölner Dom - Bild: Hamsterkiste