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Das Ruhrgebiet ist dicht besiedelt und mit großen Industrieanlagen durchsetzt wie hier in Bochum - Bild: Hamsterkiste

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Wenn man heute durch das Ruhrgebiet fährt, hat man das Gefühl, in einer einzigen großen Stadt zu sein, die scheinbar niemals aufhört. Man muss schon sehr genau auf die Straßenschilder achten, um zu wissen, wo man ist.

Die Autobahn A 42 ist eine von mehreren wichtigen Verkehrsstraßen im Ruhrgebiet - Bild: Hamsterkiste

Im Ruhrgebiet wohnen etwas mehr als 5,1 Millionen Menschen. Nirgendwo in Deutschland leben so viele Personen auf so engem Raum zusammen. Das Ruhrgebiet hat keine genauen Grenzen. Es verdankt seinen Namen dem kleinen Fluss Ruhr, der am südlichen Rand verläuft. Die Flüsse Rhein und Lippe schließen das Gebiet im Westen und im Norden ein.

Die Ruhr in der Nähe von Kettwig - Bild: Hamsterkiste

Zum Ruhrgebiet rechnet man die großen Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mühlheim/Ruhr und  Oberhausen, außerdem die Landkreise Ennepe-Ruhr, Recklinghausen, Unna und Wesel. In diesen Landkreisen liegen kleinere Städte wie zum Beispiel Hattingen, Schwelm, Wetter, Witten, Castrop- Rauxel, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Herten, Marl, Bergkamen, Holzwickede, Lünen, Schwerte, Werne, Dinslaken, Kamp- Lintfort, Moers und Xanten.

Das Ruhrgebiet im Jahr 1830: Duisburg, Mühlheim, Essen und Bochum waren kleine Städte in einer ländlichen Umgebung - Bild:PD

Vor 200 Jahren gab es im Ruhrgebiet vor allem Felder, Wiesen, Wälder und kleine Dörfer, aber sehr viel weniger Menschen. Die Stadt Essen, in der heute 566 000 Menschen leben, hatte im Jahr 1813 gerade einmal 4000 Einwohner. In Dortmund leben heute etwa 575.000 Personen, im Jahr 1812 waren es 4800. In Gelsenkirchen zählte man vor 200 Jahren ungefähr 500 Bewohner, heute sind es 257.000.

Heute ist das Ruhrgebiet durch Großstädte geprägt: Hier ein Bild aus dem Süden der Stadt Essen - Bild: Wiki05 (gemeinfrei)

Seitdem ist viel passiert. Das hat vor allem etwas mit der Kohle zu tun, die unter dem Ruhrgebiet in der Erde liegt. Man baute das "schwarze Gold" hier schon viele Jahrhunderte lang ab, aber nur in geringen Mengen. Vor ungefähr 200 Jahren begann dann eine Zeit, die wir als „Industrielle Revolution“ bezeichnen. Nun brauchte man plötzlich sehr viel Kohle. Und aus dem ländlichen Gebiet zwischen Ruhr und Lippe wurde in wenigen Jahrzehnten der „Kohlenpott“.

Die meisten Fördertürme sind heute nicht mehr in Betrieb - Bild: Hamsterkiste

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