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Kohle bezeichnet man auch als "schwarzes Gold". Sie ist sehr wertvoll, weil sie viel Energie enthält. Früher wurden viele Wohnungen mit Kohle beheizt. Heute nutzt man sie vor allem, um in Kraftwerken Strom zu erzeugen oder in Hüttenwerken Eisen und Stahl zu gewinnen. 

In Kohle steckt sehr viel Energie, hier brennen Briketts aus Braunkohle - Bild: Hamsterkiste

Kohle bildete sich vor etwa 350 Millionen bis 250 Millionen Jahren, vor einer unvorstellbar langen Zeit also. Damals war es feucht und heiß auf der Erde. Die Kontinente, die wir heute kennen, gab es noch nicht. Es wuchsen riesige Sumpfwälder mit Bäumen und Farnen, die bis zu 100 Meter hoch werden konnten.

Bäume und Pflanzen im Erdzeitalter Karbon   - Bild: gemeinfrei (Bearbeitung Hamsterkiste)

Wenn diese Pflanzen abstarben, fielen sie übereinander, vermoderten und wurden schließlich von Sand und anderen Schichten bedeckt. Irgendwann waren die abgestorbenen Pflanzenreste luftdicht abgeschlossen. Durch den Druck von immer neuen Erdschichten entstand daraus erst Torf, dann Braunkohle, schließlich Steinkohle. Dies geschah an mehreren Stellen auf der Erde, auch da, wo sich heute das Ruhrgebiet befindet.

Flöz in einem Stollen der Zeche Nachtigall in Witten - Bild: Hamsterkiste

Die Schichten, die zu Kohle gepresst wurden, nennt man Flöze. Manchmal sind sie nur wenige Zentimeter dick, sie können aber auch eine Mächtigkeit von bis zu 3 m erreichen. Während sie im Süden des Ruhrgebiets fast an die Erdoberfläche reichen, liegt die abbaubare Kohle im Norden schon in einer Tiefe von mehr als 1000 Metern. Insgesamt reichen die Kohleflöze im Ruhrgebiet bis in eine Tiefe von 3000 Metern.

Bild: Winfried Müller  (CC BY-SA 3.0)

Bevor Kohle in Kraftwerken oder in Hüttenwerken genutzt wird, macht man aus ihr zunächst Koks. Das geschieht in einer Kokerei. Hier wird die Kohle auf über 1000 ° C erhitzt. Dabei wird das in der Kohle enthaltene Gas frei und kann gesondert zur Energiegewinnung genutzt werden. Kohlenstoff und Asche bleiben zurück und verschmelzen zu Koks.

Kohlekraftwerk Voerde - Bild: Carschten  (CC BY-SA 3.0)

Bei der Verbrennung von Kohle werden Kohlendioxid und andere Schadstoffe frei. Der Ausstoß von Kohlendioxid trägt sehr zur Erwärmung der Erde bei. In modernen Kraftwerken versucht man, die Schadstoffe mit Filtern zurückzuhalten.

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