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Man sieht die riesige, runde Anlage schon von weitem. Sie liegt direkt neben der Autobahn A 42, in der Nähe der Emscher und des Rhein-Herne-Kanals. Es ist der Gasometer, der inzwischen zu einem Wahrzeichen der Stadt Oberhausen geworden ist.

Als Gasometer bezeichnet man eine Anlage, in der brennbare Gase gespeichert werden, also zum Beispiel Erdgas, Biogas oder Klärgas. Auch im Gasometer Oberhausen wurde  früher Gas gespeichert.

Der Gasometer ist 117 m hoch und hat einen Durchmesser von 67 Metern - Bild: Hamsterkiste

Es handelte sich dabei um das so genannte Gichtgas, das in den umliegenden Hochöfen der Firma Gutehoffnungshütte (GHH) bei der Produktion von Stahl entstand. Gichtgas ist eigentlich ein minderwertiges Gas. Aber wenn man es speicherte, konnte man es nutzen und musste es nicht einfach abfackeln. Später speicherte man hier Koksgas, das bei der Verarbeitung von Kohle entstand.

Der Gasometer wurde in den Jahren 1927 bis 1929 gebaut. Er ist 117 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 67 Meter, damit ist er der größte seiner Art in Europa. Damals war der Bedarf an Energie im Ruhrgebiet mit seinen riesigen Industrieanlagen sehr groß.

Blick nach Osten in Richtung Essen mit der Autobahn A 42, der Emscher und dem Rhein-Herne-Kanal - Bild: Hamsterkiste

Der Gasometer ist ein so genannter Scheibengasbehälter. Eine tonnenschwere Scheibe presste das Gas im Inneren des Behälters zusammen, damit immer der gleiche Druck herrschte. Die Scheibe des Oberhausener Gasometers war mit zusätzlichen Gewichten 1200 Tonnen schwer. Sie bewegte sich im Inneren der Anlage nach oben oder nach unten, je nachdem, wie viel Gas gespeichert wurde.

Blick vom Gasometer nach Westen in Richtung Duisburg - Bild: Hamsterkiste

Nach dem Zweiten Weltkrieg brannte der Gasometer bei Reparaturarbeiten ab. Man baute ihn jedoch wieder auf und er blieb bis 1988 in Betrieb. Zu der Zeit mussten viele Zechen und Hochöfen im Ruhrgebiet schließen, weil sich die Förderung von Kohle und die Produktion von Eisen und Stahl nicht mehr lohnte. Viele Menschen verloren ihre Arbeit und auch der Gasometer wurde nun nicht mehr gebraucht.

In nördlicher Richtung sieht man etwa 6 Kilometer entfernt die riesige Halde der Zeche Prosper Haniel - Bild: Hamsterkiste

Dem Gasometer drohte der Abriss. Doch man entschied sich schließlich, ihn zu einer Ausstellungshalle umzubauen. Die gewaltige Gasdruckscheibe wurde in einer Höhe von 4 Metern fixiert, zudem baute man eine Tribüne für 500 Zuschauer ein. Im Gasometer finden immer wieder Ausstellungen statt und es werden regelmäßig Theaterstücke aufgeführt. Seit der Eröffnung im Jahr 1994 haben schon über 30 Millionen Menschen den Gasometer besucht.

In der Nähe des Gasometers gibt es einen tollen Klettergarten - Bild: Hamsterkiste

Über einen Fahrstuhl oder Außentreppen kann man auf das Dach gelangen. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick über das Ruhrgebiet. Man überblickt auch das so genannte Centro. Es ist Europas größtes Einkaufs- und Freizeitzentrum und wurde auf dem Gelände der ehemaligen Gutehoffnungshütte errichtet.

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