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 Die Ruhr bei Kettwig  - Bild: Hamsterkiste

Die Nebenflüsse des Rheins
 

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Auch in Nordrhein-Westfalen hat der Rhein zahlreiche Nebenflüsse. Auf der linken (westlichen) Rheinseite verläuft die Erft. Sie entspringt bei Nettersheim in der Eifel und mündet nach 106 km bei Neuss in den Rhein.

Auf der rechten (östlichen) Seite fließt im Süden des Landes die Sieg, die dem Siegerland zu seinem Namen verhalf. Die Quelle der Sieg liegt im Rothaargebirge in der Nähe der Städte Netphen und Bad Laasphe. Nach 155 km mündet sie bei Bonn in den Rhein. Einen besonders langen Weg legte eine Flaschenpost zurück, die 1993 von einer Frau bei Hennef in die Sieg geworfen worden war. 5 Jahre später wurde sie in Falmouth im Bundesstaat Maine (USA) an Land gespült.

In Wuppertal verläuft über der Wupper die Schwebebahn - Bild: Hamsterkiste

Die Wupper ist 116 km lang. Sie ändert im Verlauf ihren Namen, denn an der Quelle bei Meinerzhagen wird sie noch Wipper genannt. Sie erreicht den Rhein bei Leverkusen. In der Stadt Wuppertal, die ihren Namen dem Fluss verdankt, verläuft über dem Bett der Wupper die weltberühmte Schwebebahn.

In den Anfangszeichen des Bergbaus wurde die Kohle mit solchen Schiffen auf der Ruhr befördert - Bild: Hamsterkiste

Die Ruhr war lange Zeit eine wichtige Wasserstraße, auf der viel Kohle transportiert wurde. Sie gab dem Ruhrgebiet seinen Namen. An ihren nördlichen Ufern begann der Kohlebergbau. Die Ruhr entspringt am Berg Ruhrkopf etwa 3 km nordöstlich der Stadt Winterberg im Sauerland. Sie mündet nach 219 km bei Duisburg in den Rhein.

Die Kohle wurde früher mit Hilfe von so genannten Aaken befördert. Diese Schiffe hatten nur wenig Tiefgang. Sie hatten zwar ein Segel, ließen sich aber stromabwärts oft nur von der Strömung treiben. Stromaufwärts wurden sie von Pferden gezogen, die mit langen Leinen mit den Schiffen verbunden waren.

Nebenflüsse der Ruhr sind die Lenne und die Möhne. Die Lenne ist an mehreren Stellen aufgestaut, so dass die Kraft des Wassers zur Stromerzeugung genutzt werden kann. An der Möhne wurde eine Talsperre eingerichtet, aus der viele Menschen im Ruhrgebiet ihr Trinkwasser beziehen.

Die Emscher galt früher als die "Kloake des Ruhrgebiets". Heute ist sie auf weiten Strecken eingedeicht - Bild: Hamsterkiste

Die Quellen der Emscher liegen bei Holzwickede südöstlich von Dortmund, ihre Mündung bei Dinslaken. Dieser Fluss galt einmal als eines der schmutzigsten Gewässer Europas, denn er war durch Abwässer der Industrie und der Städte stark belastet. Inzwischen ist er wieder sauberer geworden.  Als Folge des Kohleabbaus haben sich einige Gebiete um mehrere Meter gesenkt. Man musste an der Emscher Deiche bauen, so dass der Fluss an manchen Stellen höher liegt als das umliegende Land. Das Wasser aus den Zuflüssen muss dann in die Emscher hoch gepumpt werden.

Die Lippe bei Bergkamen - Bild: Tbachner (gemeinfrei)

Die Lippe ist 220 km lang und damit einen Kilometer länger als die Ruhr. Sie verläuft am nördlichen Rand des Ruhrgebiets. Auch sie hatte einmal eine große Bedeutung für den Transport der Kohle. Sie entspringt in der Nähe der Stadt Lippspringe im Eggegebirge und mündet bei Wesel in den Rhein. Ihr Wasser dient zur Regulierung der Wasserstände in den Kanälen und als Kühlwasser für viele Kraftwerke im Ruhrgebiet.

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