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Die Stadt Wuppertal hat ungefähr 343 000 Einwohner. Sie ist aus den alten Städten Barmen und Elberfeld entstanden und verdankt ihren Namen dem Fluss Wupper, der sich etwa 20 km durch die Stadt schlängelt. Da viele Gebäude entlang des Ufers errichtet wurden, ist Wuppertal ein langer und schmaler Ort.

Die Stützen der Schwebebahn sind an den Ufern der Wupper verankert - Bild: Hamsterkiste

Als Barmen und Elberfeld vor etwa 120 Jahren immer größer wurden, kam der Ingenieur Eugen Lange aus Köln auf die Idee, über der Wupper eine Bahn zu bauen, die er Schwebebahn nannte.

Die Fahrgäste schweben etwa 12 m über dem Fluss - Bild: Hamsterkiste

Er hätte sie auch Hängebahn nennen können. Die Räder der Bahn rollen nämlich auf einer einzigen durchgehenden Schiene und die Waggons hängen darunter. Dadurch muss sie in Kurven nicht abbremsen und kann mit der gleichen Geschwindigkeit wie auf gerader Strecke fahren. Stabilisiert wird die Schwebebahn durch ihr Eigengewicht. Trotzdem schaukelt sie bei der Fahrt und beim Anhalten immer ein wenig hin und her, doch daran gewöhnt man sich schnell.

In einem Gelenktriebwagen haben knapp 200 Fahrgäste Platz - Bild: Hamsterkiste

Die Schwebebahn ist seit 1903 in Betrieb. Der damals regierende Kaiser Wilhelm II. kam bereits vor der Eröffnung zu Besuch und unternahm eine Testfahrt. Daran erinnert noch heute der so genannte Kaiserwagen, der für Ausflugsfahrten genutzt wird.

Die Schwebebahn verkehrt in zwei Richtungen - Bild: Hamsterkiste

Bei der Schwebebahn sind zurzeit 24 Meter lange Gelenktriebwagen im Einsatz. Sie haben eine Fahrerkabine, zwei Abteile für die Fahrgäste, an jeder Seite 4 Türen, insgesamt 48 Sitzplätze sowie etwa 150 Stehplätze. Die Wagen werden durch 4 Elektromotoren angetrieben, die mit ihrem Getriebe an der Schiene angehängt sind.

Die Schwebebahn überquert Straßen in luftiger Höhe - Bild: Hamsterkiste

Die Fahrgestelle bestehen aus hintereinander liegenden Rädern, die nicht von der Schiene abrutschen können. Die Geschwindigkeit der Schwebebahn ist auf 60 km/h begrenzt. Die beiden Schienenstränge ruhen auf 473 Stützen, die rechts und links der Wupper im Boden verankert sind. Die Bahn bewegt sich in einer Höhe von etwa 12 Metern, sodass man einen tollen Blick auf die Wupper und die Stadt hat.

Die meisten Haltestationen der Schwebebahn befinden sich hoch über dem Boden - Bild: Hamsterkiste

Die Schienenstrecke ist 13,3 km lang, an den Endstationen befinden sich auch die Depots und die Werkstätten. Es dauert ungefähr 30 Minuten, um von einer Endstation zur anderen zu gelangen. 25 Millionen Menschen benutzen die Schwebebahn in jedem Jahr, pro Tag also etwa 80 000. Die meisten der 20 Haltestationen befinden sich hoch über dem Boden. Früher gab es noch Schaffner in den Wagen, heute muss man sich seine Fahrkarte an den Stationen selbst kaufen und entwerten.

An den Elefanten "Tuffi" erinnert dieses Bild an der Strecke - Bild: Hamsterkiste

Es gab bisher selten Unfälle. Der lustigste Vorfall ereignete sich im Jahr 1950: Zirkusleute wollten Werbung machen, indem sie den Elefanten „Tuffi“ mit der Schwebebahn fahren ließen. Doch das Tier wurde nervös und sprang aus dem Zug 10 Meter in die Tiefe. Es verletzte sich kaum, wurde berühmt und auch die Schwebebahn wurde dadurch noch bekannter als sie es ohnehin schon war.

An einigen Stellen verläuft der Straßenverkehr unter der Schwebebahn - Bild: Hamsterkiste

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