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Über den Nord-Ostsee-Kanal können große Seeschiffe zwischen der Nordsee und der Ostsee hin und her fahren, ohne den Umweg rund um Jütland machen zu müssen. Der Kanal beginnt bei der Stadt Brunsbüttel an der Nordsee und endet bei Kiel an der Ostsee. Er ist 98,26 km lang.

Diese Wasserstraße wurde nach 8jähriger Bauzeit am 21. Juni 1895 durch den deutschen Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Damals erhielt er den Namen "Kaiser-Wilhelm-Kanal".

 Der Nord-Ostsee-Kanal von Brunsbüttel im Westen bis Kiel - Bild: Maximilian Dörbecker (Lizenz CC BY-SA 2.0)

Der Name sollte an Kaiser Wilhelm I. erinnern, der zusammen mit dem damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck den Bau des Kanals vorangetrieben hatte. Sie wollten erreichen, dass die deutschen Kriegsschiffe, die in Kiel stationiert waren, in die Nordsee gelangen konnten, ohne "vor dänischen Kanonen herzufahren".

Der Kanal ist im Westen 162 m breit, an manchen Abschnitten noch 102 m - Bild: Hamsterkiste

Ursprünglich war der Kanal 67 m breit und 9 m tief. Alle Brücken lagen 42 m über dem Wasser, damit die kaiserlichen Kriegsschiffe unter ihnen hindurch fahren konnten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte die Erweiterung auf 102 m Breite und auf 11 m Tiefgang. Im westlichen Teil ist der Kanal heute 162 m breit.

Auf dem Kanal verkehren oft so genannte Feeder. Das sind kleine Containerschiffe - Bild: Hamsterkiste

Seit 1948 trägt er den Namen "Nord-Ostsee-Kanal". Heute ist er die am meisten befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Jährlich passieren etwa 35.000 Schiffe den Kanal. Darunter sind häufig Kreuzfahrtschiffe und so genannte Feeder, kleine Containerschiffe, die ihre Fracht in den Seehäfen an der Nordsee auf größere Schiffe umladen. Eine Durchfahrt dauert etwa 7 - 9 Stunden. Am Beginn und am Ende des Kanals verhindern Schleusen, dass Seewasser in die Fahrrinne gelangt.

Über den Nord-Ostsee-Kanal führen insgesamt 10 Brücken und einige Fähren - Bild: Hamsterkiste

Über den Nord-Ostsee-Kanal führen insgesamt 10 Brücken, über die 4 Eisenbahnstrecken und 8 Straßen verlaufen. Es gibt einige Fähren, auf denen Fahrzeuge und Personen den Kanal überqueren können. Bei Rendsburg führt ein Straßen- und ein Fußgängertunnel unter dem Kanal hindurch.

Die Eisenbahnhochbrücke bei Rendsburg mit der Schwebefähre - Bild: Malte Hübner (PD)

Besonders bekannt ist die Eisenbahnhochbrücke bei Rendsburg. Unter dieser Brücke verläuft eine Schwebefähre. Sie kann 60 Fußgänger und 4 Autos transportieren und fährt schon seit über 100 Jahren im Viertelstundentakt. Die Benutzung aller Fähren ist seit der Zeit des Kaisers Wilhelm kostenlos.

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