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Schären vor den Aland-Inseln (Schweden) - Bild: PD

Küstenformen an der Ostsee

An der Ostsee finden wir verschiedene Küstenformen vor. Das Land ist nur selten flach. Im Norden, vor Finnland und Schweden, trifft man auf die so genannte Schärenküste. Schären sind kleine felsige Inseln, die durch die Gletscher der Eiszeiten abgeschliffen worden sind. Als das Eis schmolz, wurden die tiefer liegenden Küstengebiete überflutet. Übrig blieben die höher gelegenen Stellen, die nun als kleine Inseln aus dem Wasser ragen.

Durch den Einfluss der Eiszeiten sind auch die Förden entstanden. Das sind lange flache Meeresbuchten, die man vor allem an der dänischen und deutschen Ostseeküste findet. Bekannt sind zum Beispiel die Kieler Förder, die Schlei und die Lübecker Förde. Es sind ehemalige Täler, die von den Gletschern der Eiszeit geformt wurden. Als es wärmer wurde und die Gletscher schmolzen, füllten sie sich mit Meerwasser.

Die Schlei bei Kappeln in Schleswig-Holstein ist eine Förde, die von Gletschern geformt wurde - Bild: Hamsterkiste

An anderen Stellen finden wir steil abfallende Küsten. Man nennt sie Kliffküsten. Das berühmteste Beispiel sind die Kreidefelsen in Rügen. Das ständig anbrandende Wasser nagt an den tiefer gelegenen Gesteinsschichten. Das führt dazu, dass Teile der Küste von unten ausgehöhlt werden und die überhängenden Felsen ins Meer stürzen .

An den Steilküsten werden die unteren Gesteinsschichten ausgehöhlt, überhängende Felsen brechen ab - Bild: Hans Schröder

An der Ostsee gibt es auch so genannte Ausgleichsküsten. Der Wind trägt an einer Stelle Land ab, um es dann woanders wieder abzulagern. So wird die ursprünglich zerklüftete Küste sozusagen ausgeglichen und erhält einen geraden Verlauf.

An der polnischen Ostseeküste finden wir zum Beispiel das Frische Haff. Durch die Ablagerung von Sand hat sich hier eine 70 km lange und 2 km breite Halbinsel gebildet, die einen ehemaligen Teil der Ostsee fast vollständig einschließt. Nur durch eine kleine Rinne ist das Haff weiterhin mit dem Meer verbunden.

 Das Frische Haff bei der Stadt Fromborg in Polen ist fast vollständig von der Ostsee abgeschnitten - Bild: Hamsterkiste

Rund um Rügen und Usedom trifft auf mehrere Bodden. Hier haben sich kleinere Inseln durch die Ablagerung von Sand mit dem Festland oder mit größeren Inseln verbunden. Dadurch wurden Wasserflächen von der Ostsee abgeschnitten. Man nennt sie Bodden. Der Wasserstand ist den Bodden ist sehr niedrig. Das Wasser enthält hier noch weniger Salz als in der Ostsee. Die Bodden stellen einen besonderen Lebensraum für Pflanzen und Tiere dar. Beispiele für Boddenlandschaften sind zum Beispiel das Achterwasser südlich der Insel Usedom und der Greifwalder Bodden.

Über das Achterwasser südlich der Insel Usedom führte früher eine Eisenbahnlinie von Berlin nach Heringsdorf - Bild: Hamsterkiste

Finde mit der Hamsterkisteprüfung heraus, was du gelernt hast. (i.V.)

Ergänzende Materialien für den Unterricht:

Erkundungsaufgaben PDF

Erkundungsaufgaben ODT

Wenn du mehr wissen willst ...

 findest du weitere Informationen bei planet-schule.de

und eine Karte zu den Küstenformen an Nord- und Ostsee (Diercke)  

 

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