Hamsterkiste Lerngeschichte "An der Ostsee"

Bei Sturm steigt das Wasser an der Ostsee nicht so hoch an wie an der Nordsee - Bild: Hamsterkiste

8 Sturmhochwasser

An der Nordsee wird das Wasser an manchen Tagen durch starke Stürme heftig gegen die Küste gedrückt. Bei Flut steigt dann der Meeresspiegel besonders hoch an, manchmal mehrere Meter über seinen normalen Stand. Eine solche Flut nennen wir Sturmflut.

An der Ostsee gibt es keine Sturmfluten. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt hier höchstens etwa 15 bis 30 cm. Natürlich kann es auch an der Ostsee schwere Stürme geben. Dann steigt das Wasser an den Küsten viel höher als normal, aber bei weitem nicht so hoch wie an der Nordsee. Daher bezeichnen wir solche Hochwasserstände an der Ostsee auch nicht als Sturmfluten, sondern als Sturmhochwasser.

Solche Sturmhochwasser können jedoch ebenfalls schwere Schäden verursachen. Im Jahr 1872 soll das Wasser an manchen Stellen bis zu 3,30 Meter über seinen normalen Stand angestiegen sein. Das Dorf Damerow auf der Insel Usedom wurde vollständig von den Fluten zerstört. Doch solche Wasserstände sind selten. Bei schweren Stürmen ist der Wasserstand meistens nur um etwa 1,5  bis 2 Meter höher als normal.

Buhnen sind Reihen von Holzpfählen, die ins Meer hinaus in den Boden getrieben werden, hier auf dem Darß - Bild: Jochen Pohl

Auch an der Ostsee versucht man, die Küste vor dem weiteren Vordringen des Meeres zu schützen. Dazu werden zum Beispiel Wellenbrecher oder Buhnen angelegt. Man schützt die Dünen und befestigt sie durch Bepflanzung. Wälder, die an manchen Stellen bis an die Küste heranreichen, werden besonders gepflegt. Manchmal werden auch Deiche angelegt, die jedoch niedriger ausfallen als an der Nordsee.

Das solltest du herausfinden:

15. Was ist der wichtigste Unterschied zwischen einer Sturmflut und Sturmhochwasser?

16. Wodurch versucht man die Küsten der Ostsee zu schützen?