Bundesland Brandenburg


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Einwohnerzahl und Fläche

In Brandenburg lebten am 30. November 2015 auf einer Fläche von 29.654 Quadratkilometern insgesamt 2,484 Millionen Einwohner. Auf jedem Quadratkilometer wohnen also 84 Menschen.

Hauptstadt

Die Hauptstadt Brandenburgs ist Potsdam. Die Stadt liegt direkt an der südwestlichen Stadtgrenze von Berlin am Fluss Havel und hat 167.745 Einwohner. In Potsdam residierten lange Zeit die preußischen Könige. Sie ließen prächtige Schlösser und Parkanlagen bauen, sodass Potsdam als Stadt der Schlösser und Gärten gilt. Das bekannteste Schloss ist Sanssouci, das heißt übersetzt "ohne Sorge". König Friedrich II. ließ es 1747 auf einem kleinen Hügel bauen, den er in einen terrassenförmigen Weinberg umwandelte. Um das Schloss entstand nach und nach ein 289 ha großer Park. Am Ende des Parks steht das Neue Palais, ein Schloss mit vier Festsälen und 200 Räumen. Im Norden von Sanssouci ließ Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1864 das Orangerieschloss  fertigstellen. Es wurden Gemälde ausgestellt, aber auch mehrere Hallen zur Unterbringung exotischer Pflanzen gibt es hier. Ein weiterer prächtiger Park in Potsdam ist der Neue Garten mit seinem Marmorpalais am Ufer des Heiligen Sees. Insgesamt gibt es 7 Parks und 20 Schlösser in Potsdam. Zentrum der Stadt ist der Alte Markt. Hier findet man die 77 Meter hohe St. Nikolaikirche mit ihrem typischen Kuppeldach und dem Nachbau des Potsdamer Stadtschlosses, in dem heute der Landtag tagt. Bekannt ist Potsdam auch für seine Filmstudios im Stadtteil Babelsberg.

Schloss und Park Sanssouci - Bild: Hamsterkiste

Andere große Städte

Andere große Städte in Brandenburg sind Cottbus (99 687 Einwohner, Brandenburg an der Havel (71 574 ), Frankfurt/Oder (58 092), Oranienburg (45 526), Falkensee (42 634), Eberswalde (39 303) und Bernau bei Berlin (37 169). (Einwohnerzahlen vom 31. 12. 2015)

Flüsse

Die Elbe ist mit einer Gesamtlänge von 1091 km einer der längsten Flüsse Europas. Sie berührt Brandenburg nur für wenige Kilometer im Südwesten und im Nordwesten und bildet dort vor allem die Landesgrenze.

Im Osten Brandenburgs fließt die Oder, ein 866 km langer Fluss, der in Tschechien entspringt, durch Polen verläuft und bei Swinoujscie (Swinemünde) in die Ostsee mündet. Sie bildet einen Teil der Grenze des Bundeslandes Brandenburg zum Nachbarland Polen. Die Stadt Frankfurt nennt sich zur besseren Unterscheidung von Städten mit gleichem Namen Frankfurt/Oder.

Frankfurt/Oder (auf der linken Seite des Flusses) und die polnische Stadt Slubice - Bild: Willi Walroth (CC0)

Die Neiße ist ein 254 km langer Nebenfluss der Oder. Sie entspringt mit mehreren Quellflüssen im Isergebirge in Tschechien und mündet bei Eisenhüttenstadt in die Oder. Seit dem 2. Weltkrieg markiert sie südlich der Oder die Grenze Deutschlands zum Nachbarland Polen.

Die Havel ist 334 km lang. Sie entspringt in Mecklenburg-Vorpommern und fließt dann durch Berlin und Brandenburg. An der Grenze zu Sachsen-Anhalt mündet sie in die Elbe. Auf ihrem Weg dorthin durchfließt sie etliche Seen, der Landschaft Havelland hat sie zudem ihren Namen gegeben. Die Städte Oranienburg, Potsdam und Brandenburg liegen an der Havel.

Die Havel bei Caputh in Brandenburg - Bild: Hamsterkiste

Die Spree ist ein Nebenfluss der Havel, mit knapp 400 km ist sie aber länger als diese. Sie entspringt im Bundesland Sachsen, fließt danach ein kurzes Stück durch Tschechien und verläuft später durch Brandenburg und Berlin. Sie durchfließt die Stadt Cottbus und bildet danach ein weit verzweigtes Flusssystem aus, den so genannten Spreewald. Nachdem sie Berlin von Osten nach Westen durchflossen hat, mündet sie im Stadtteil Spandau in die Havel.

Gebirge und Landschaften

Die Lausitz ist eine Landschaft, die sich über die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Polen erstreckt. Man unterteilt sie in Ober- und Niederlausitz, die landschaftlich recht unterschiedlich sind. Die Oberlausitz ist ein hügeliges Land, hier liegt auch der höchste Berg Brandenburgs, der Kutschenberg mit 201 Metern. Die Niederlausitz gehört überwiegend zu Brandenburg. Sie ist ein Tiefland, das früher von Mooren und sumpfigen Wäldern geprägt war. Im Spreewald nördlich von Cottbus findet man noch diese Landschaftsformen. Städte wie Eisenhüttenstadt, Forst, Guben oder Senftenberg liegen im brandenburgischen Teil der Lausitz.

Im Spreewald - Bild: Hamsterkiste

Die Uckermark ist eine hügelige Landschaft im Nordosten Brandenburgs. Typisch sind die vielen kleinen Seen, die sich hier nach der letzten Eiszeit gebildet haben. Die beiden größten sind der Ober- und Unteruckersee. Nördlich davon liegt der Hauptort der Uckermark, die Stadt Prenzlau.

Das Havelland ist eine Landschaft im Westen Berlins, die sich ungefähr zwischen Oranienburg im Nordosten und der Stadt Brandenburg im Südwesten erstreckt und von den beiden Flüssen Havel und Rhin eingerahmt wird. Hier findet man viele Urstromtäler aus der letzten Eiszeit, welche von einzelnen Hochebenen überlagert werden, die man Ländchen nennt. Bekannt geworden ist das Havelland unter anderem durch den Schriftsteller Theodor Fontane und seine Ballade "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" oder durch seine Romanfigur Effie Briest.

Der Fläming ist ein Höhenzug, der sich von der Elbe bei Magdeburg 100 km weit nach Osten bis zum Fluss Dahme zieht, er ist dabei bis zu 50 km breit. Hier befindet sich auch der Hagelberg, der mit einer Höhe von 200 m nur einen Meter niedriger ist als der Kutschenberg.

Das Oderbruch ist eine Landschaft entlang der Oder, die in Brandenburg und dem Nachbarland Polen liegt. Das Oderbruch erstreckt sich ungefähr 60 km zwischen den Städten Oderberg im Norden und Lebus im Süden und ist bis zu 20 km breit. Hier teilen sich der Fluss Oder und der zuströmende Fluss Warthe in viele kleinere Flussarme auf, die die umliegende Landschaft immer wieder überfluteten. Im 18. Jahrhundert begann man mit Kanälen Teile des Oderbruchs zu entwässern und zu besiedeln. Zu Hochwasser kann es aber immer noch kommen, die letzte große Oderflut 1997 überschwemmte weite Teile der Landschaft.

Brandenburg in der DDR 

Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Sachsen zur DDR. Es wurde 1952 in drei Bezirke, Frankfurt (Oder), Cottbus und Potsdam aufgeteilt. Schon 1920 hatte man das ansonsten immer zu Brandenburg gehörende Berlin abgetrennt. Damit verlor Brandenburg viele seiner Einwohner und wichtige Industriebetriebe. Das Land war hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt. In der DDR wurden die Großgrundbesitzer enteignet und ihr Land unter den kleineren Bauern oder der zugezogenen Bevölkerung aufgeteilt. 1960 schaffte man den privaten Landbesitz ganz ab, die gesamte Landwirtschaft wurde nun in "Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften" (LPGs) betrieben. In der DDR gehörten auch die meisten Betriebe als "Volkseigene Betriebe" dem Staat. In Brandenburg schuf man mehrere dieser großen Betriebe. Bei Fürstenberg an der Oder baute man ein riesiges Stahlwerk und Wohnstätten für seine Arbeiter. Die neu geschaffene Stadt nannte man Stalinstadt, zu Ehren des kommunistischen Diktators. 1961 wurde sie dann in Eisenhüttenstadt umbenannt. Die Einwohnerzahl stieg von 2000 auf zeitweise über 50.000 Menschen. Heute ist ihre Zahl wieder auf 27.000 zurückgegangen. In der Lausitz um Cottbus wurde Braunkohle gefördert, zwei Drittel des gesamten Energiebedarfs der DDR deckte man durch die hier entstandenen Kraftwerke.

Eisenhüttenstadt im Februar 1959, damals noch Stalinstadt genannt - Bild: Bundesarchiv Bild 183-61967-001 (CC BY-SA 3.0)

Benachbarte europäische Staaten

Im Osten grenzt das Bundesland Brandenburg an die Republik Polen.

Benachbarte Bundesländer

Das Bundesland Berlin ist ganz von Brandenburg eingeschlossen. Die anderen benachbarten Bundesländer sind Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen.

Große Unternehmen

In Eisenhüttenstadt gibt es weiterhin mit der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH ein großes Stahlunternehmen, 3200 Menschen arbeiten hier. Weitere Stahlwerke, die vom Riva-Konzern betrieben werden, gibt es in Brandenburg an der Havel und in Henningsdorf. In der PCK-Raffinerie in Schwedt wird Erdöl unter anderem zu Benzin weiterverarbeitet, 1400 Menschen haben hier einen Arbeitsplatz. Rolls-Royce Deutschland baut in Dahlewitz Flugzeugmotoren. Der Energieversorger Vattenfall GmbH betreibt in der Lausitz noch mehrere Kraftwerke und Braunkohle-Tagebaue.

Parlament und Regierung

Gesetze für das Bundesland Brandenburg werden von den Abgeordneten des Landtages beschlossen. Der Landtag des Landes Brandenburg tagt im Stadtschloss von Potsdam. Ihm gehören zurzeit 88 Abgeordnete von 6 verschiedenen Parteien an.

Partei

Anzahl der Sitze

SPD

30

CDU

21

LINKE

17

AfD

11

DIE GRÜNEN

6

BVB/FW

3

fraktionslos

1

Ministerpräsident ist Dietmar Woidke von der SPD, er regiert das Land mit einer Koalition aus SPD und der Partei DIE LINKE. Minister für Bildung, Jugend und Sport ist Günter Baaske von der SPD.

Im Stadtschloss in Potsdam tagt der Landtag des Bundeslandes Brandenburg - Bild: Roland.h.bueb (CC BY-SA 3.0)

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