Hamsterkiste Lerngeschichte "Martin Luther"

 Das Innere der Schlosskirche in Wittenberg - Bild: Hamsterkiste

5 Der Thesenanschlag

Nach seiner Rückkehr aus Rom wurde Martin Luther im Jahr 1512 an der Universität Wittenberg zum Doktor der Theologie promoviert. An dieser Universität war er anschließend bis zu seinem Tod als Professor tätig.

Hier setzte er sich mit den Lehren der Katholischen Kirche auseinander. Irgendwann kam ihm der Gedanke, dass der Mensch nicht durch die Vermittlung der Kirche selig werde, sondern allein durch die Gnade Gottes, wenn man an ihn glaube. Entscheidend für ein christliches Leben sei außerdem nur der Wortlaut der Bibel, nicht die Überlieferung aus anderen Quellen. Dadurch hatte er wichtige Argumente gefunden, um auch den Ablasshandel zu kritisieren.

Die größte Kirche der Stadt Wittenberg war die Schlosskirche. Es war üblich, dass die Professoren der Universität an eine hölzerne Tür der Kirche allerlei Mitteilungen anbrachten, so dass sie von jedermann gelesen werden konnten.

An diese Tür soll Martin Luther am 31. Oktober 1571 seine 95 Thesen geheftet haben, die den Ablasshandel und andere Zustände in der Kirche kritisierten. Thesen sind kurze Behauptungen zu wichtigen Fragen.

Der 31. Oktober 1517 gilt seitdem als Beginn der Reformation und wird in den evangelischen Kirchen in jedem Jahr als "Reformationstag" gefeiert.

Die Tür, an die Luther die Thesen geheftet haben soll, ist nicht mehr vorhanden. Man hat vielmehr eine neue "Thesentür" angebracht, die ein preußischer König der Stadt Wittenberg schenkte.

 Die "Thesentür" ist ein Geschenk des Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preußen an die Stadt Wittenberg - Bild: Hamsterkiste

Das solltest du herausfinden:

11. Wann und wo solle Luther seine 95 Thesen angeschlagen haben?

12. Welcher Tag erinnert in jedem Jahr an diesen Thesenanschlag?