Freistaat Sachsen


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Einwohnerzahl und Fläche

In Sachsen lebten am 31. Dezember 2015 auf einer Fläche von 18.420,15 Quadratkilometern insgesamt 4,084 Millionen Einwohner. Auf jedem Quadratkilometer wohnen also 222 Menschen.

Hauptstadt

Die Hauptstadt Sachsens ist Dresden. Die Stadt liegt am Fluss Elbe und hat 543.825  Einwohner. Dresden wird auch manchmal "Elbflorenz" genannt, weil es mit seinen vielen prächtigen Bauten aus dem Zeitalter des Barock an diese italienische Stadt erinnert. Dazu gehört der Zwinger, ein Gebäudekomplex mit Parkanlagen, Ausstellungshallen und Festsälen für die sächsischen Könige. Bekannt sind auch die Semperoper und die Frauenkirche, eine der schönsten Kirchen aus dem 18. Jahrhundert. Die Brühlsche Terrasse an der Elbe wird auch als "Balkon Europas" bezeichnet. Im Februar 1945 wurden Dresden und viele seiner Prachtbauten bei Bombenangriffen zerstört, mittlerweile hat man sie aber originalgetreu wieder aufgebaut.

Die Frauenkirche wurde wieder aufgebaut. Sie ist eines der Wahrzeichen Dresdens - Bild: Hamsterkiste

Andere große Städte

Andere große Städte sind Leipzig (560.472 Einwohner), Chemnitz (248.645), Zwickau (91.123), Plauen (64.201), Görlitz (55.255), Freiberg (41.641) und Bautzen (39.845). (Alle Einwohnerzahlen vom 31.12.2015)

Leipzig ist nach Einwohnern gerechnet die größte Stadt in Sachsen. Das Bild zeigt das Alte Rathaus.  - Bild: Hamsterkiste

Flüsse

Die Elbe ist 1094 km lang und damit einer der längsten europäischen Flüsse. Sie entspringt in Tschechien und mündet bei Cuxhaven in die Nordsee. Sie durchfließt Sachsen von Südosten nach Nordwesten, Städte wie Meißen, Pirna und Dresden liegen an der Elbe.

Die Elbe bei Dresden - Bild: Hamsterkiste

Die Mulde ist ein linker Nebenfluss der Elbe. Sie entsteht aus dem Zusammenfluss der Zwickauer und der Freiberger Mulde bei Leipzig. Zusammen mit der Zwickauer Mulde ist die Mulde 314 km lang. Im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt fließt sie in die Elbe.

Die Spree entspringt in der Oberlausitz im Osten Sachsens aus insgesamt drei verschiedenen Quellen. Sie ist 400 km lang und durchließt die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin. Hier mündet sie in die Havel.

Die Lausitzer Neiße  ist ein 254 km langer Nebenfluß der Oder. Sie entspringt im Isergebirge in Tschechien und mündet in Brandenburg beim Örtchen Ratzdorf in die Oder. Seit 1945 bildet sie die Grenze zum Nachbarland Polen.

Gebirge und Landschaften

Das Erzgebirge verläuft im Süden des Landes. Es ist ca. 140 km lang und durchschnittlich 40 km breit. Ein großer Teil des Gebirges liegt im Nachbarland Tschechien, wo sich auch der höchste Gipfel befindet. Höchster Berg auf deutscher Seite und damit höchster Berg Sachsens ist der Fichtelberg mit 1215 Metern.

Das Elstergebirge ist ein kleines Gebirge im Süden Sachsens an der Grenze zu Tschechien. Höchster Berg ist der Kapellenberg mit 759 Metern.

Das Elbsandsteingebirge ist ein bis zu 723 Meter hohes Sandsteingebirge, das sich in Tschechien und Sachsen entlang der Elbe erstreckt. Hier gibt es viele zerklüftete Felsen, Ebenen und Schluchten. Dieses Gebirge gehört zum Nationalpark Sächsische Schweiz.

Die Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz - Bild: Wikipedia (CC0)

Im Westen Sachsens liegt das Vogtland. Diese hügelige Landschaft wird vom Erzgebirge und Thüringischen Schiefergebirge begrenzt. Sein Namen geht auf die hier einst herrschenden Vögte zurück. Größte Stadt des Vogtlands ist Plauen.

Die Oberlausitz ist eine Landschaft im Osten Sachsens. Der mittlere ist hügelig , im Süden geht die Oberlausitz in das Lausitzer Bergland über. Teile der Oberlausitz liegen auch in Polen und Tschechien, im Norden schließt sich in Brandenburg die Niederlausitz an. Zentrum der Oberlausitz ist die Stadt Bautzen.

Sachsen zur Zeit der DDR 

Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Sachsen zur DDR. Es wurde 1952 in vier Bezirke aufgeteilt. In der DDR herrschte nur eine Partei, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED). Man benannte 1953 die sächsische Stadt Chemnitz nach dem Philosophen Karl Marx in Karl-Marx-Stadt um. In der DDR gehörten die meisten Betriebe als "Volkseigene Betriebe" dem Staat. Die Landwirtschaft wurde von "Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften" betrieben. Nur wenige Einwohner der DDR durften in westliche Länder reisen. Der Staatssicherheitsdienst überwachte die Bürgerinnen und Bürger. Die DDR war durch eine stark gesicherte Grenze von der Bundesrepublik Deutschland getrennt, in Berlin ließ die Führung der DDR im August 1961 eine Mauer errichten, die den Westteil der Stadt von Ostberlin und der übrigen DDR trennte.

Im Herbst 1989 demonstrierten viele Menschen in der DDR für mehr Freiheit. In Leipzig gingen bei den Montagsdemonstrationen tausende Menschen auf die Straße. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer und Deutschland wurde ein Jahr später wiedervereinigt. Auf dem Gebiet der DDR entstanden nun fünf neue Bundesländer, einer davon der Freistaat Sachsen.

Aus der Zeit der DDR stammt in Dresden zum Beispiel noch der Kulturpalast, der 1969 erbaut wurde - Bild: Hamsterkiste

Benachbarte europäische Staaten

Im Süden grenzt Sachsen an die Tschechische Republik, im Osten an die Republik Polen.

Benachbarte Bundesländer

Im Südwesten grenzt Sachsen an Bayern. Im Westen hat es eine gemeinsame Grenze mit dem Bundesland Thüringen. Im Nordwesten und Norden grenzt es an Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Große Unternehmen

Nach dem Ende der DDR 1989 mussten viele Firmen in Sachsen schließen. Mittlerweile haben sich aber wieder viele Unternehmen hier angesiedelt, besonders die Regionen um Dresden und Leipzig sind wirtschaftlich erfolgreich. In Leipzig haben die Autofirmen Porsche und BMW Fabriken gebaut, in Chemnitz, Zwickau und Dresden hat sich VW niedergelassen und beschäftigt über 7000 Menschen. Dresden ist außerdem ein Zentrum der Mikroelektronik, Firmen wie Infineon und Globalfoundries haben hier Fabriken. Auch die Firma Siemens hat eine Niederlassung in Dresden.

Parlament und Regierung

In diesem Gebäude tagt der Landtag des Freistaates Sachsen - Bild: Johannes Schröder

Der Landtag entscheidet über Gesetze, die im Bundesland Sachsen gelten. Ihm gehören insgesamt 126 Abgeordnete an. Nach der letzten Wahl am 31. August 2014 ergab sich diese Sitzverteilung:

Partei

Anzahl der Abgeordneten

CDU

59

LINKE

27

SPD

18

DIE GRÜNEN

8

AFD

14

 Die Abgeordneten der CDU und der SPD bildeten nach der letzten Landtagswahl eine Koalition. An der Spitze der sächsischen Staatsregierung steht ein Ministerpräsident, der vom Landtag gewählt wird. Zurzeit hat Stanislaw Tillich von der Partei CDU dieses Amt inne. Ihren Sitz hat sie in der Sächsischen Staatskanzlei, die direkt am Ufer der Elbe in Dresden liegt. Zur Staatsregierung gehören der Ministerpräsident und 10 Ministerinnen und Minister. Für die Schulen in Sachsen ist die Kultusministerin Brunhild Kurth zuständig.

In diesem Gebäude in Dresden arbeiten die Sächsische Staatskanzlei und der Ministerpräsident - Bild: Johannes Schröder 

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