Hamsterkiste Lerngeschichte "Der Bodensee"

Der Seerhein bei Konstanz -  Bild: Stéphane Batigne (CC BY-SA 3.0)

2 Der Bodensee und der Rhein

Der wichtigste Zufluss des Bodensees ist der Rhein. Er mündet bei Bregenz im Südosten in den See. Man bezeichnet ihn hier als Alpenrhein. Danach durchfließt er den gesamten See und tritt im Westen bei Stein am Rhein wieder aus dem Untersee aus. Nach dem Verlassen des Bodensees wird er Hochrhein genannt.

Das Wasser des Rheins vermischt sich kaum mit dem des Sees. Der Fluss durchströmt den See nämlich fast immer auf der gleichen Bahn.

Der Bodensee ist in einem Becken entstanden, das während der letzten Eiszeit geformt wurde. Es entstand durch einen gewaltigen Gletscher, den so genannten Rheingletscher . Als der Gletscher schmolz, bildete sich zunächst ein See, der noch viel größer war als Obersee und Untersee heute.

Schon vor mehreren tausend Jahren senkte sich jedoch der Wasserspiegel ab. Das Tal, durch das heute der Seerhein fließt, wurde schließlich nicht mehr überflutet.

Der Rhein trägt große Mengen Sand und Steine in den Bodensee ein, wo sie sich ablagern und das Wasser verdrängen. Der Bodensee wird also langsam verlanden. Außerdem wird sich der Rhein immer tiefer in die Landschaft eingraben, dadurch sinkt der Wasserspiegel. Deshalb wird die Fläche des Bodensees langsam, aber stetig kleiner werden. In einigen tausend Jahren wird es den See wahrscheinlich nicht mehr geben.

Das solltest du herausfinden:

4. Welcher Fluss fließt durch den Bodensee?

5. Was befand sich hier, bevor ein See entstand?

6. Was versteht man unter "verlanden"?