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Vor etwas mehr als 1000 Jahren wurde Ungarn ein Königreich. Zum ersten König wurde Stephan I. gekrönt, der später auch als Heiliger verehrt wurde. Er war mit Gisela von Bayern verheiratet, die zum Zeitpunkt der Hochzeit erst 10 Jahre alt gewesen sein soll. Als Stephan einmal seinen Schwager, den deutschen Kaiser Heinrich II. in Bamberg besuchte, soll er auf seinem Pferd in den Dom geritten sein, der gerade neu errichtet wurde.

Der erste Dom zu Bamberg wurde im Jahr 1012 eingeweiht, allerdings durch ein Großfeuer am Ende des

12. Jahrhunderts völlig zerstört. Er wurde danach neu errichtet und später im Inneren mehrfach umgestaltet.

Wir wissen nicht, ob diese Geschichte stimmt. Aber sie wird gern in Verbindung gebracht mit einer berühmten Skulptur im Dom zu Bamberg, dem "Bamberger Reiter". Sie zeigt einen jungen König auf einem Pferd und wurde um das Jahr 1230 aus Sandstein geschaffen. Ursprünglich war die Statue bemalt. Das Kleid und der Umhang des Reiters waren rot, die Krone, die Sporen und der Gürtel vergoldet und das Pferd war weiß mit braunen Flecken. Es ist nicht mehr bekannt, welche Person der "Bamberger Reiter" wirklich darstellt. Die Annahme, es sei der König Stephan I. von Ungarn, ist nur eine von mehreren Möglichkeiten.

Das Doppelgrab für Kaiser Heinrich II und seiner Frau Kunigunde wurde von Tilman Riemenschneider gestaltet.

Der Dom zu Bamberg ist einer der bedeutendsten Kirchenbauten in Deutschland. Der Grundstein zum ersten Dom wurde im Jahre 1004 durch Kaiser Heinrich II. gelegt. Dieser Kaiser und seine Frau Kunigunde wurden in diesem Dom beigesetzt. Der Bildhauer Tilman Riemenschneider hat vor etwa 500 Jahren ein Doppelgrab geschaffen, das heute noch im Bamberger Dom zu sehen ist.

Auch neben einer der Eingangportale des Doms sind die Kaiserin Kunigunde (Mitte)

und der Kaiser Heinrich II. (rechts) dargestellt - Alle Bilder: Hamsterkiste

Von Stefan, dem König von Ungarn, wird übrigens berichtet, dass er bei der Wahl seines Nachfolgers sehr grausam vorging. Als sein einziger Sohn Imre bei einer Bärenjagd tödlich verletzt wurde, hätte einer seiner Vettern Thronfolger werden können. Doch die Vettern waren noch keine Christen. Stephan ließ einem von ihnen daraufhin die Augen ausstechen und Blei in die Ohren gießen. Die anderen flohen nach Russland. Schließlich ernannte er den christlich gesinnten Sohn seiner Schwester zu seinem Nachfolger.

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