Hamsterkiste Lerngeschichte "Wie entstehen Berge?"

Wind, Eis, Regen und Schnee sorgen dafür, dass Gebirge an Höhe verlieren.

Wasser gräbt Rillen und Furchen in das Gebirge. Diesen Prozess nennen wir Erosion -  Bild: Hamsterkiste

6 Erosion

Die Gipfel der Alpen ragten schließlich bis zu 30 Kilometer hoch in den Himmel. Heute sind die höchsten Erhebungen allerdings noch etwa 4000 bis 4800 m hoch. Das kommt so:

Berge werden nicht nur immer weiter aufgetürmt, sie verlieren gleichzeitig ständig an Höhe. Dafür sorgt ein Vorgang, den wir Erosion nennen. Dafür sorgt besonders das Wasser, das in Form von Schnee und Regen auf die Berge fällt. Wenn es den Berg herunterrinnt, spült es kleinste Bestandteile fort.

Wasser dringt auch in kleine Spalten ein. Bei Frost gefriert es zu Eis. Dabei dehnt es sich aus und sprengt hartes Gestein auseinander. Bei starker Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Gestein, dehnt sich aus  und birst irgendwann auseinander. Auch der Wind trägt kleine Bestandteile eines Berges fort und lagert sie an anderen Stellen ab.

Wenn der Druck der Erdplatten nachlässt, wächst der Berg nicht weiter in die Höhe. Durch die Erosion wird aus einem Hochgebirge schließlich ein niedrigeres Mittelgebirge, das langsam aber sicher weiter an Höhe verliert.

Messbar wird das alles erst nach sehr langen Zeiträumen, aber die Natur hat ja sehr viel Zeit. Wir Menschen bekommen von diesen Vorgängen wenig mit. Doch wir sehen zum Beispiel, dass das Wasser der Flüsse, die aus einem Gebirge kommen, immer grau verfärbt ist, weil darin feine Bestandteile des Gesteins gelöst sind. Wir beobachten Steinschlag im Gebirge und sehen die Rinnen in den Felsen, die das Wasser geformt hat.

Das solltest du herausfinden:

14. Warum sind die Alpen wesentlich niedriger als sie eigentlich sein könnten?

15. Wodurch wird die Erosion bewirkt?

16. Woran kann man die Wirkung der Erosion beobachten?