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Die Fähre "Leu" auf dem Rhein bei Basel - Alle Bilder: Hamsterkiste

Mitten durch die Stadt Basel fließt der Rhein. Er trennt Kleinbasel und Großbasel voneinander. Bis zum Jahr 1879 gab es nur eine einzige Brücke über den Fluss, die heute als "Mittlere Brücke" bezeichnet wird.

1853 wurde flussaufwärts beim Birskopf eine Fähre über den Rhein eingerichtet. Bald wollten auch Bürger der Stadt Basel solche "Fliegenden Brücken" haben. So bezeichnete man damals die Fähren, mit denen man einen Fluss überqueren konnte.

Nach und nach wurden in Basel fünf Fährverbindungen über den Rhein eingerichtet, von denen heute noch vier erhalten sind. Sie funktionierten sehr gut und die Fährmänner, die täglich Passagiere und Güter über den Rhein beförderten, konnten früher von den Einnahmen gut leben. Weil aber inzwischen mehrere Brücken über den Rhein führen und viele Menschen lieber Straßenbahnen, Busse oder Autos benutzen, hat die Bedeutung der Fähren stark abgenommen. Heute werden sie von Stiftungen betrieben, damit sie erhalten werden können.

Seit 1944 haben die Fährboote auch Namen. Eines heißt "Ueli" und die anderen "Leu", "Wild Maa" und "Vogel Gryff".

Die Fähren sind so genannte "Rollfähren". Jedes Boot hängt an einem langen Seil, das sich mit einer speziellen Konstruktion an einer Stahltrosse entlang bewegt, das über den Rhein gespannt ist. Dieses lange Seil ist an einem Hebel auf dem Boot befestigt. Dieser Hebel wird vom Fährmann beim Abstoßen auf die dem Land zugewandte Seite ausgerichtet. Dadurch legt sich das Boot schräg in den Fluss. Die Strömung drückt es zur Seite und schiebt es so über den Rhein. Kurz vor dem Anlegen richtet der Fährmann das Boot wieder gerade und für die Rückfahrt legt er den Hebel einfach auf die andere Seite des Bootes.

So braucht man weder Ruder noch Motoren. Die Strömung allein reicht aus, um die Boote hin und her fahren zu lassen. Wer's nicht glaubt, kann es ja mal ausprobieren.

  Die Boote legen sich schräg in den Fluss und werden von der Strömung zur Seite gedrückt 

Die Basler Fähren bezeichnet man als "Rollfähren"

Die Fährboote werden von einer Stahltrosse und einem Gierseil gehalten, (hier verstärkt dargestellt)

Großbasel und Kleinbasel sind durch 5 Brücken verbunden,
im Bild sind die Mittlere Brücke und die Johanniterbrücke zu sehen

Weitere Materialien für den Unterricht:

Text dieser Themenseite mit Erkundungsaufgaben (PDF).

Text dieser Themenseite mit Erkundungsaufgaben (ODT).

Finde mit der Hamsterkisteprüfung heraus, was du gelernt hast. (i.V.)