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Der Rhonegletscher in den Schweizer Alpen ist leicht mit dem Auto zu erreichen. Man kann ihn sogar von innen besichtigen und einen Gang durch eine Eisgrotte unternehmen. Aber man sollte sich beeilen, denn bald wird es diesen Gletscher nicht mehr geben.

Der Rhonegletscher liegt im Kanton Wallis. Er ist heute etwa 8 Kilometer lang, 2 Kilometer breit und maximal 350 Meter hoch. Er reicht bis zu 3620 Metern hinauf, sein niedrigster Bereich, die Gletscherzunge, liegt in einer Höhe von etwas mehr als 2200 Metern.

Vor der Gletscherzunge bildet sich seit einigen Jahren ein kleiner See, in dem der Fluss Rhone entspringt, den die Schweizer manchmal auch Rotten nennen. Die Rhone fließt durch das Wallis in den Genfer See, dann nach Frankreich hinein in Richtung der Stadt Lyon. Zu den Nebenflüssen der Rhone gehören die Saone, der Doubs und die Isère. Sie ist insgesamt 812 Kilometer lang, davon verlaufen 545 Kilometer auf französischem Gebiet. Sie mündet in einem Delta in der Nähe von Marseille ins Mittelmeer.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nimmt der Rhonegletscher immer mehr ab. Das gilt für alle Gletscher auf der Erde. Denn seit ungefähr 200 Jahren tragen wir Menschen zu einer Erwärmung des Klimas bei. Wenn Gletscher im Sommer mehr Masse verlieren als im Winter wieder dazu kommt, dann schmelzen sie.

Seit 1879 wird der Rhonegletscher regelmäßig vermessen. Er gab in dieser Zeit nur 2 kurze Perioden, in denen sich der Gletscher ausdehnte. In allen anderen Jahren ging er zurück. In den letzten 15 Jahren verlor er jedes Jahr einen Meter an Höhe. In den kommenden Jahrzehnten wird sich dieser Prozess noch beschleunigen. Bis 2060 wird er jedes Jahr ungefähr 2 Meter niedriger werden, danach wird die Fläche, die er bedeckt, stark zurückgehen.

Man nimmt an, dass am Ende des Jahrhunderts nur noch wenig von diesem Gletscher, der sich vor Tausenden von Jahren bildete, übrig sein wird.

Vor 100 Jahren reichte der Rhonegletscher noch bis tief ins Tal hinein, wie diese alte Postkarte zeigt.
Am Fuße des Gletschers hat sich inzwischen ein See gebildet.
Den Rhonegletscher kann man von innen besichtigen. Jedes Jahr wird eine Eisgrotte angelegt.
 
Am Rhonegletscher entspringt der Fluss Rhone, der bei Marseille ins Mittelmeer mündet.
 
Diese Felsen wurden in früheren Zeiten vom Gletschereis glatt geschliffen.
 
Der Rhonegletscher wird in den nächsten Jahrzehnten erst an Dicke, dann an Fläche verlieren.
 
Im Jahr 2090 wird nur noch wenig von ihm übrig sein  /  Bilder: Hamsterkiste (7), gemeinfrei (1)

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