Hamsterkiste Themenseite

 Die Hafenpromenade der Hauptstadt Willemstad gehört zum Weltkulturerbe.

Die Insel Curacao liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Venezuela in der Karibik. Sie wurde mehrere Jahrhunderte lang als Kolonie von den Niederlanden beherrscht. Kolonien waren Gebiete, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert von europäischen Staaten in Afrika, Amerika und Asien erobert wurden. Die Europäer raubten das Land, beuteten die Bodenschätze aus und beherrschten den Handel. Die Niederlande besaßen Surinam, Guayana, das heutige Indonesien und einige Inseln in der Karibik, darunter Curacao.

Heute bildet Curacao eines von vier Ländern im Königreich der Niederlande. Gemeinsam mit Aruba und Bonnaire gehört sie zu den ABC-Inseln. Auf Curacao leben etwa 150 000 Menschen, davon ungefähr 125 000 in der Hauptstadt Willemstad. Curaçao ist nur 61 km lang, die Breite der Insel schwankt zwischen 5 und 14 km.

Das Klima ist warm, die Durchschnittstemperatur eines Jahres beträgt 28° Celsius. Es fällt nur wenig Regen. Die ABC-Inseln bezeichnet man auch als "Inseln unter dem Wind". Wirbelstürme, die in anderen Gebieten in der Karibik oft schwere Verwüstungen verursachen, erreichen diese Inseln nur selten.

Sie meisten Menschen auf Curacao arbeiten heute im Tourismus und in der Erdölindustrie. Die Insel wird jedes Jahr von mehr als 300 000 Touristen besucht. Viele Kreuzfahrtschiffe laufen den Hafen von Willemstad an.

Vor etwa 100 Jahren baute die Firma Shell auf Curacao eine der größten Erdölraffinerien der Welt. Hier wird Rohöl aus Venezuela verarbeitet. Die Raffinerie liegt im Zentrum der Insel und ist heute an eine venezolanische Ölgesellschaft verpachtet. Es gibt viele Klagen über Luftverschmutzung und Schwefelgeruch, die von der Raffinerie ausgehen.

Von den etwa 150 000 Menschen, die heute in Curacao leben, sind ungefähr 10 000 Niederländer. Die Vorfahren der meisten anderen Bewohner kamen aus Afrika nach Curacao.

Niederländisch ist immer noch die Amtssprache auf der Insel. Wegen der Nähe zu Venezuela und zu den USA sind auch Spanisch und Englisch verbreitet. Die wichtigste Sprache jedoch ist Papiamento. Darin sind ganz viele Wörter und Elemente aus dem Spanischen, dem Portugiesischen, dem Englischen und dem Niederländischen enthalten.

Diese Sprache entstand erst vor ungefähr 300 Jahren. An ihrer Entstehung waren unter anderem Juden beteiligt, die im 17. Jahrhundert aus Spanien und Portugal nach Curacao flohen, weil sie in ihren Heimatländern wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Hier gründeten sie die älteste Synagoge Amerikas.

Papiamento wurde aber vor allem zur Sprache der Sklaven, denn Curacao war einmal eine Sklaveninsel. Die Sklaven transportierte man aus Afrika mit Schiffen hierher. Einige wurden direkt an Grundbesitzer auf Curacao verkauft. Die meisten jedoch, die oft durch die lange Überfahrt sehr geschwächt waren, versorgte man auf Curacao so, dass sie wieder zu Kräften kamen. Anschließend wurden sie auf die anderen Inseln der Karibik, nach Südamerika oder nach Nordamerika weiter verkauft.

Dazu gibt es in der Hamsterkiste die Themenseite "Die weiße Faust".

 Zu den wichtigsten Erwerbsquellen in Curacao zählt der Tourismus.

 Auf Curacao gibt es wunderschöne Buchten.

 Im Hafen von Willemstad machen fast täglich Kreuzfahrtschiffe fest.

Die Konigin-Emma-Brücke überquert die Hafeneinfahrt. Sie kann zur Seite gefahren werden.

 An der östlichen Seite der Insel gibt es eine starke Brandung.

 Das warme Klima lässt tropische Pflanzen gedeihen.

 Die Leguane sehen grimmig aus, sind aber sehr friedliche Tiere.

Der Sint-Christoffelberg ist mit einer Höhe von 375 m die höchste Erhebung auf Curacao.

Nicht alle Bewohner Curacaos leben im Wohlstand / Alle Bilder: Hamsterkiste

Weitere Materialien für den Unterricht:

Text dieser Themenseite mit Erkundungsaufgaben (PDF).

Text dieser Themenseite mit Erkundungsaufgaben (ODT).

Zu einer Karte von Curacao geht es hier

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