Wie der Rosenmontag zu seinem Namen kam

Der Rosenmontag ist in Köln und anderen Städten der Höhepunkt des alljährlichen Karnevals. Doch woher kommt die Bezeichnung „Rosenmontag“? Karneval wird zwar schon seit langer Zeit gefeiert. Doch einen Rosenmontag kennt man erst seit knapp 200 Jahren. Damals wurden die Karnevalsfeiern in der heutigen Form üblich.

In Köln gründete sich zu der Zeit ein Festkomitee, das die Feiern zum Karneval organisierte und das auch die ersten Rosenmontagsumzüge plante. Dieses Komitee traf sich anfangs immer am Montag nach dem „Rosensonntag“. So wird manchmal in der katholischen Kirche der vierte Sonntag in der Fastenzeit genannt. Eigentlich heißt dieser Tag lateinisch „laetare“, was „Freut Euch!“ bedeutet. An diesem Tag in der Mitte der Fastenzeit durften die Gläubigen das Fasten für einen Tag unterbrechen. Außerdem wurde an diesem Tag eine goldene Rose gesegnet. Diese verlieh der Papst dann später Herrschern oder Einrichtungen, die besonders viel für die Verbreitung des Glaubens geleistet hatten. Die Priester trugen an diesem Tag zudem rosafarbene Festgewänder, was vielleicht eine Erklärung für die Bezeichnung Rosensonntag ist.

Heute ist dieser Tag kaum noch bekannt. Wenn sich das Karnevalskomitee einen Tag nach diesem Rosensonntag traf, nannte man diesen Tag möglicherweise Rosenmontag.

Eine andere Erklärung für den Namen hat nichts mit der Blume zu tun. Im Kölner Dialekt gab es früher das Wort „rose“, was soviel wie herum tollen oder herum rasen bedeutet. Also genau das, was viele Menschen bei den ausgelassenen Karnevalsfeiern anstellten. Deswegen nannte man diesen Karnevalstag also vielleicht den „rasenden Montag“. Die meisten gehen aber heute davon aus, dass sich der Name eher von dem kirchlichen Feiertag des Rosensonntags ableitet.

Irgendwann wurde die Bezeichnung Rosenmontag vermutlich aus der eigentlichen Fastenzeit auf den letzten Montag in der Karnevalszeit übertragen. 1823 veranstaltete das Kölner Festkomitee seinen ersten Maskenumzug an einem Rosenmontag. Später übernahmen andere Städte im Rheinland diesen Brauch, der heute aus dem Karneval nicht mehr weg zu denken ist.

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